Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden

Am 25.Mai wurde hier bereits eine Kritik von Dr. Horst Leps an der EKD-Friedensdenkschrift 2025 veröffentlicht. Für Lehrer ist der Abschnitt 60 von besonderer Bedeutung:

(60) – Die Verteidigungsfähigkeit umfasst nicht nur die Streitkräfte. Alle
Bürgerinnen und Bürger sollten im Sinne einer umfassenden sicherheitspolitischen
Widerstandsfähigkeit verteidigungsfähig sein. Bildungs- und Aufklärungsmaßnahmen
leisten dafür einen wichtigen Beitrag. Sie sensibilisieren für die Aufgaben und
bieten zugleich die Chance, der Gefahr einer schleichenden Militarisierung
entgegenzutreten. Die Friedenserziehung als Teil der Friedensarbeit bleibt ein
unverzichtbarer Bestandteil der sicherheitspolitischen Widerstandsfähigkeit. Mit
ihrer vielfältigen Bildungsarbeit, etwa im Religions- und Konfirmandenunterricht
oder in der Erwachsenenbildung, aber auch über Verlautbarungen und öffentliche
Stellungnahmen sowie ihre Präsenz in der zivilen Friedensarbeit und in der
Militärseelsorge leisten die Kirchen hierzu einen maßgeblichen Beitrag. Die Kirche und die Schule sollen zur Kriegsbereitschaft erziehen. Dazu:

Und für alle: Diese Kommission denkt tatsächlich über einen Angriffskrieg auf Russland nach: die Abschnitte 146 ff. Es wäre gut, wenn dieser Text in den christlichen Gemeinden verwendet würde!


Sehr besonders und bemerkenswert ist, neben der Kritik von Dr. Leps, auch die kürzlich erschienene, ökumenischen Friedensschrift „Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden“ verfasst von einer Handvoll engagierter Theologen. (Ralf Becker, Karen Hinrichs, Heinrich Schäfer, Theodor Ziegler)

Das Friedensforum Osthessen widmet dieser Schrift eine eigene, kleine Veranstaltung.

Panzer statt Pädagogen

Foto: westend61/imago in der jungen Welt 11.6.2026

Der Landeselternrat Brandenburg beklagt die mangelhafte Unterrichtsversorgung und der Ministerpräsident will in der Rüstungsindustrie aufholen...junge Welt, 12. 6.

Und wie ist die Lage in Hessen?

Friedlicher Hessentag

Kriegspropaganda-seit wann ist das Militär beim Hessentag?

Hereinspaziert: Soldaten präsentieren der hessischen Jugend einen ausgemusterten Kampfjet (Fulda, 13.6.2026, veröffentlicht in junge Welt)

16.Juni 26, Ein Beitrag in der jungen Welt

Kriegsdienstverweigerung-KDV-Beratung auf dem Hessentag

15.Juni 26 Von der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG/VK) wird ein starkes Zeichen gegen Militarisierung und Zwangsdienste gesetzt. In einer Zeit, in der politische Debatten zunehmend von Aufrüstung, Wehrpflicht und militärischer Logik geprägt sind, setzt die KDV-Städte-Tour einen klaren Gegenpunkt: für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung, für Frieden und für eine Gesellschaft ohne Zwangsdienste.

 Der Friedenstransporter, in diesem Jahr unterwegs in ganz Deutschland, macht in Fulda Halt. Am 15.Juni von 10:00-17:00 Uhr am Heinrich-von Bibra-Platz gibt es Gelegenheit, sich zum Thema Kriegsdienstverweigerung zu informieren und das KDV-Beraterkollektiv für Fulda/Vogelsberg kennenzulernen.

Hier ein paar Rückblicke:


»Die wahre Gesundheitskrise beginnt oft nach dem Krieg«

Über das Leben im systematisch von Israel zerstörten Gazastreifen und mögliche Hoffnung auf Frieden. Ein Gespräch mit Abed Schokry

Interview: Hendrik Pachinger in der jungen Welt, 5.Juni 2026

Während die eigenen Felder bewässert und bestellt werden, zerstört die israelische Besatzungsmacht auch die landwirtschaftlichen Lebensgrundlagen der Palästinenser im Gazastreifen. Grenzabschnitt im Süden Israels (21.1.2026) Foto: Amir Cohen/Reuters

Buckelnde Kirchen

4.06.26 Bereits seit einiger Zeit greift das Phänomen um sich, dass die großen christlichen Institutionen sich weniger an der Botschaft des von ihnen angebeteten Erlösers orientieren als an weltlichen Erwartungen. So auch in der Friedensfrage….

Ein Artikel von Ramón Dersch in Manova