2.1.2026 Der Mensch als Waffe und Kriegsschauplatz

Sind die da oben denn alle verrückt geworden, mag man sich fragen angesichts der geradezu hysterischen Kriegspropaganda, die uns umgibt. Ein Überfall Russlands würde erwartet, also sei es mehr als gerechtfertigt, dass Deutschland Milliardenschulden aufnimmt. Hektische Aufrüstung, Kürzung von Sozialleistungen – doch Proteste dagegen sind immer noch zaghaft. Was geschieht mit uns? Dieser Frage ist die „Neue Gesellschaft für Psychologie“ in einem Kongress nachgegangen, zu dem es jetzt eine überaus interessante Buchveröffentlichung gibt: „Militarisierung der Gesellschaft. Von der Glückssüchtigkeit zur Kriegsbereitschaft“. Eine Rezension von Irmtraud Gutschke.

Auszug aus dieser sehr lesenswerten Rezension:

„Zum Krieg muss der Mensch erst erzogen werden“, schreibt die Sozialpädagogin Conny Stahmer-Weinandy, „man muss seine Menschlichkeit, seine vitale Lebensenergie und Glückserwartung erst abschaffen, ihn seiner Lust und seinem Leben entfremden … Man muss ihn davon überzeugen, dass Abstrakta wie Freiheit, Vaterland, Demokratie, Sicherheit, Wertewesten realer sind als der konkrete Mensch … Man muss das unbefangen

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.
YOU must be the change you wish to see in the world.
(Mahatma Gandhi)

Nekrolog auf Rolf Becker als politischen Künstler

Susann Witt-Stahl

Nun ist Rolf Becker nicht mehr da und so präsent wie selten zuvor. Denn mit der Trauer setzt die Bewusstwerdung der Dimension des Verlusts ein. Er fehlt so sehr, auf allen Ebenen – jetzt schon. Zu den tragischsten Momenten gehört, dass mit dem Tod von Rolf Becker ein hervorragender Vertreter einer politischen Kunstwelt in diesem Land abgetreten ist, die von immenser Bedeutung ist als Einspruchsinstanz – und nicht zufällig seit der großen Zeitenwende in ihrer Existenz bedroht. …weiterlesen

Rolf Becker

Mit dem Rad nach Moskau

6.12.2025 „Ich weigere mich, das diplomatische Versagen einer arroganten politischen Klasse mit meinem Leben zu bezahlen und mich an die Front karren zu lassen, um dort auf Russen zu schießen. Ich verachte diesen hysterischen Umgang mit Moskau….“

sagt Pablo Krappmann in seinem Reisebericht. Damit bringt der junge Mann auch gleich den Grund seiner Reise zum Ausdruck.

Lautes NEIN zum Krieg

5.12.2025 In Deutschland nimmt die Kriegsmaschine Fahrt auf, bei Rheinmetall klingeln die Kassen und „Kriegstüchtigkeit“ ist das Gebot der Stunde. Kürzlich hat die Bundesregierung ein neues Wehrdienstgesetz auf den Weg gebracht, dass sich vom Grundsatz der Freiwilligkeit verabschiedet.

Was denken diejenigen darüber, die bald wieder zur Musterung antanzen sollen?

Ein Interview mit der Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“, sie sich am kommenden Freitag der Abstimmung gegen die Mobilmachung widersetzen will.
Es muss ganz klar sein, dass der 5.12. nicht das Ende dieser Bewegung sein darf, sondern dass das der Anfang ist.

Wenn ihr das abstimmt gegen den Willen der jungen Menschen, gegen ihre Interessen, dann könnt ihr euch darauf einstellen, dass wir genauso weitermachen. Hier geht’s zum Interview: https://www.jugendinfo.blog/2025/frieden-und-krieg/kriegstuchtig-nein-danke/

Bilder vom Schulstreik in Kassel und Fulda:

der Bericht der Fuldaer Zeitung und der Hessenschau

Hier sind die Reden aus Kassel und hier gehts weiter im Thema: Und dann?