Keine Kritik am »Partner«

9.April 2026 Von Philip Tassev in der jungen Welt:

Bundesregierung begrüßt Waffenruhe im Iran – aber keine Distanzierung von Trumps Völkermorddrohungen. Linke fordert Abzug der US-Truppen aus der BRD

Noch vor Trumps letzten Drohungen zerstörten USA und Israel auch Schulen und Hochschulen im Iran (Teheran, 4.4.2026) junge Welt

….“Kein offizielles Wort verlor die Bundesregierung hingegen zu der völkermörderischen Drohung ihres »Partners« Donald Trump, der am Dienstag noch verkündet hatte, er werde die »gesamte Zivilisation« im Iran vernichten, sollte Teheran sich nicht beugen. Die Vorsitzende der Linkspartei, Ines Schwerdtner, kritisierte das. »Selbst dann, ‌wenn Trump damit droht, eine ganze Zivilisation auszulöschen und damit eindeutig rote Linien überschreitet, bleiben klare Worte der Kritik aus Berlin aus«, sagte sie gegenüber Reuters am Mittwoch. Der »selbsternannte ‌Außenkanzler Merz« habe sich bislang »vor allem durch ‌politisches Duckmäusertum gegenüber Donald Trumps zerstörerischer Politik hervorgetan«. Die Haltung der Bundesregierung sei »feige« und mache Deutschland in künftigen Konflikten erpressbar. Eine »souveräne europäische Politik« müsse statt dessen der »kriegstreibenden Linie Trumps entschlossen entgegentreten«. Das bedeute auch, »dass US-Basen wie Ramstein unverzüglich geschlossen werden müssen«…..

Auch die Berliner Zeitung berichtet am 9. April über die „Vernichtungsrhetorik“ Trumps und das Schweigen Europas. Die Enthemmung hat System. Lesen Sie hier weiter….

Das Friedenszeitalter ist ganz nah

Über die neue Friedenslogik

Der Heldenstaat, das Spiegelprinzip und
warum Krieg überflüssig wird, auch wenn es gerade nicht so aussieht.

Übersetzt von Ingrid Suprayan, Bobby Langer und Christa Dregger (Zeitpunkt). Die englische Originalfassung dieses Essays ist hier zu finden.[Dieser Artikel ist unter einer Creative-Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 3.0 Deutschland) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen darf er verbreitet und vervielfältigt werden.]

Nein zu Wehrpflicht und Kriegsvorbereitung!

Am 05.12. machten wir mit 55.000 Jugendlichen, hauptsächlich Schüler*innen, klar: Wir wollen keine Wehrpflicht – wir wollen eine Zukunft! Am gleichen Tag ging der Bundestag mit dem Beschluss des sogenannten “Wehrdienstmodernisierungsgesetzes” den ersten Schritt Richtung Wiedereinführung der Wehrpflicht. Ab Januar wurden Fragebögen zur Erfassung der Fähigkeiten und zur Bereitschaft zum Wehrdienst an alle Jugendlichen, die 2008 geboren wurden, verschickt. Ab Sommer 2027 soll die verpflichtende Musterung folgen.

Laut der Bundesregierung brauche es Wehrpflicht und Aufrüstung, um uns zu verteidigen. Doch wir fragen: Warum sollte Hochrüstung Frieden sichern und warum sollten wir für ein Leben in Sicherheit die stärkste Armee Europas brauchen?

Weiterlesen:  
Resolution der Schulstreikkonferenz am 14./15. Februar 2026 in Göttingen

Nekrolog auf Rolf Becker als politischen Künstler

Susann Witt-Stahl

Nun ist Rolf Becker nicht mehr da und so präsent wie selten zuvor. Denn mit der Trauer setzt die Bewusstwerdung der Dimension des Verlusts ein. Er fehlt so sehr, auf allen Ebenen – jetzt schon. Zu den tragischsten Momenten gehört, dass mit dem Tod von Rolf Becker ein hervorragender Vertreter einer politischen Kunstwelt in diesem Land abgetreten ist, die von immenser Bedeutung ist als Einspruchsinstanz – und nicht zufällig seit der großen Zeitenwende in ihrer Existenz bedroht. …weiterlesen

Rolf Becker