Genozid in Gaza

„Eine Waffenruhe, die täglich mehr Bomben und Tote für die Menschen im Gazastreifen bringt. Am Donnerstag traf es unter anderem vier Palästinenser – darunter ein elfjähriges Mädchen –, als israelische Raketen ihre Zelte nahe der im Süden der abgeriegelten Enklave gelegenen Stadt Khan Junis trafen. Am Abend meldeten medizinische Quellen den Tod eines Mannes nach einem Angriff auf eine Schule für Vertriebene in Dschabalija im Norden sowie einen weiteren Toten im Zentrum des Gazastreifens, dessen Zeltbehausung in Deir Al-Balah ebenfalls Ziel eines israelischen Bombenabwurfs wurde. Vier weitere Menschen wurden nach Informationen der Agentur Reuters bei einem separaten Angriff im Stadtteil Seitun in Gaza-Stadt getötet“….Ein Artikel von Ina Sembdner in der jungen welt vom 10./11.01.2025

Während in Palästina die Bomben fallen, „betreibt Israel mit Partnerorganisationen in Deutschland massive Lobbyarbeit — auch, um die endlich aufflammende Medienkritik am Gaza-Massaker im Keim zu ersticken“, schreibt Annette Groth in diesem, sehr lesenswerten Artikel in Manova , 10./11.01.2025

Anmerkung der Redaktion: Angesicht der schockierenden Nachrichten erscheint es verwunderlich, dass die Katholische Akademie in Fulda eine etwas andere Veranstaltung zum Thema Genozid anbietet:

„Entgegen einseitigen Bildern von Hass und Gewalt zeigt der Journalist Igal Avidan, wie Juden und Araber im Alltag Nachbarschaft , Freundschaft und Solidarität leben. Seine Reportagen führen in Städte, die Schauplätze von Konflikten waren, und machen Menschen sichtbar, die Brücken bauen, statt Gräben zu vertiefen. So entsteht ein vielschichtiges, hoffnungsvolles Bild einer Gesellschaft zwischen Gewalt und Versöhnung.

Welche „einseitige Bilder“ der Journalist Igal Avidan meint? Vielleicht auch das von mir ausgewählte? Die Veranstaltung am 21.01.26 wird in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Fulda e.V. durchgeführt. Ich empfehle, vor dem Besuch dieser Veranstaltung, den o.g. Artikel von Annette Groth zu lesen. (M.F.)

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.
YOU must be the change you wish to see in the world.
(Mahatma Gandhi)

Nekrolog auf Rolf Becker als politischen Künstler

Susann Witt-Stahl

Nun ist Rolf Becker nicht mehr da und so präsent wie selten zuvor. Denn mit der Trauer setzt die Bewusstwerdung der Dimension des Verlusts ein. Er fehlt so sehr, auf allen Ebenen – jetzt schon. Zu den tragischsten Momenten gehört, dass mit dem Tod von Rolf Becker ein hervorragender Vertreter einer politischen Kunstwelt in diesem Land abgetreten ist, die von immenser Bedeutung ist als Einspruchsinstanz – und nicht zufällig seit der großen Zeitenwende in ihrer Existenz bedroht. …weiterlesen

Rolf Becker

Lautes NEIN zum Krieg

5.12.2025 In Deutschland nimmt die Kriegsmaschine Fahrt auf, bei Rheinmetall klingeln die Kassen und „Kriegstüchtigkeit“ ist das Gebot der Stunde. Kürzlich hat die Bundesregierung ein neues Wehrdienstgesetz auf den Weg gebracht, dass sich vom Grundsatz der Freiwilligkeit verabschiedet.

Was denken diejenigen darüber, die bald wieder zur Musterung antanzen sollen?

Ein Interview mit der Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“, sie sich am kommenden Freitag der Abstimmung gegen die Mobilmachung widersetzen will.
Es muss ganz klar sein, dass der 5.12. nicht das Ende dieser Bewegung sein darf, sondern dass das der Anfang ist.

Wenn ihr das abstimmt gegen den Willen der jungen Menschen, gegen ihre Interessen, dann könnt ihr euch darauf einstellen, dass wir genauso weitermachen. Hier geht’s zum Interview: https://www.jugendinfo.blog/2025/frieden-und-krieg/kriegstuchtig-nein-danke/

Bilder vom Schulstreik in Kassel und Fulda:

der Bericht der Fuldaer Zeitung und der Hessenschau

Hier sind die Reden aus Kassel und hier gehts weiter im Thema: Und dann?