
Ostermarsch Osthessen in Fulda
In Tradition der Ostermärsche der Friedensbewegung findet auch in diesem Jahr am Karsamstag 4. April der Ostermarsch Osthessen statt. Startpunkt ist an der Pauluspromenade am Fuldaer Dom um 14 Uhr mit einer Ansprache des Theologen und Friedensaktivisten Eugen Drewermann. Gemeinsam mit dem Straßenmusiker Philipp Hoffmann wird sich dann der Zug Friedenslieder singend durch die Fuldaer Innenstadt zur Abschlusskundgebung am Universitätsplatz bewegen. Hier wird es einen Aufruf 70 plus der Kriegs- und Nachkriegskinder, einen Beitrag der „Jugend gegen Wehrdienst“ sowie einen Ausblick auf kommende Friedensaktionen geben. Der Ostermarsch Osthessen steht 2026 unter dem Motto „friedensfähig statt erstschlagfähig“. Damit greifen die Organisatoren die Vorgänge um die Stationierung von US-Erstschlagswaffen in Europa auf, ihre Kommandostrukturen in Wiesbaden und Ramstein. Dies stellt für uns alle eine existenzielle Bedrohung dar, die unseren massiven Widerstand erfordert. Die exzessiven Rüstungsausgaben bedrohen die Daseinsvorsorge und sind bereits in vielen Bereichen hierzulande spürbar. Besonders betroffen sind die Schwächsten der Gesellschaft. Gleichzeitig läuft Kriegsvorbereitung im Gesundheitswesen, in der Bildung und anderen Bereichen. Die Reaktivierung der „Wehrpflicht“ und eine Einführung von Zwangsdiensten stößt auf großen Widerstand in der Jugend. Die zunehmende Repression gegen friedenspolitische Aktionen und Aktivisten sowie gegen kritische Publizisten eskaliert bis hin unter Verletzung elementarer Menschenrechte durch EU-Sanktionen. Der Ukrainekrieg wird immer brutaler und dessen Beendigung erfordert die Bereitschaft der europäischen NATO-Staaten zu diplomatischen Kompromissen und Bereitschaft für eine dauerhafte Friedenslösung unter Berücksichtigung der Sicherheitsinteressen aller Beteiligten. Auch der Angriffskrieg auf den Iran wird Folgen haben auf das Leben in unserer Heimat. Und nicht nur dort wird das Völkerrecht durch das Recht des Stärkeren ersetzt. Wir widersetzen uns dieser Kriegspolitik! Gleichzeitig fordern wir den Stopp von Waffenexporten in Kriegsgebiete! Inzwischen fangen die Mitarbeiter ziviler Betriebe an, sich gegen die Militarisierung ihrer Arbeitsplätze auszusprechen. Dies findet unsere volle Zustimmung. Gerade in Fulda und seinem Umland war in den 1970er und 1980er Jahren durch das FuldaGap die Militarisierung der BRD extrem spürbar. Ein Rückfall in diese Zeit markiert für uns einen Rückschritt für Mensch und Umwelt. Nur ein Leben in Frieden ermöglicht ein solidarisches Miteinander in unserem Land und weltweit. Der Ostermarsch lädt dazu ein, gemeinsam für eine friedensfähige Gesellschaft einzustehen.
